Am Freitag Nachmittag fuhr ich zu meiner Freundin um Sie abzuholen. Gemeinsam machten wir uns gemütlich auf den Weg nach Moers. Dort war bummeln und schoppen angesagt. Unterwegs in der Stadt trafen wir ihre Freundin plus Anhang, nach einer kurzen Unterhaltung gingen wir weiter unsere Wege. Sie fand ein schönes neues Oberteil und ich ein neues Sakko. Eigentlich wollte ich noch Hemden kaufen, aber der Verkäufer meinte fragend "ob sie das in sechs Minuten schaffen?", ich: "Wieso?", er: "wir schließen gleich", ich: "Sie haben doch bis halb neun Uhr auf?", er: "Nein, das ist das Parkhaus!". Ich habe es mal geglaubt, später als wir aus dem Laden raus waren, habe ich das aber nochmal überprüft, er hatte recht. Nach dem ganzen Shopping hatten meine Freundin und ich hunger, spontan entschieden wir uns den Laden Dschingis Mongolian Barbeque zu testen. Das Essen war sehr lecker, das Konzept erinnerte mich etwas an Raclett. Nach drei Gängen gaben wir auf, man kann/könnte sich so oft Essen holen wie man will/wollte. Später gönnten wir uns noch einen Absacker. Spät verließen wir das Lokal und machten noch einen kleinen Verdauungsspaziergang durch Moers bevor wir Heim fuhren.
Der Samstag begann mit einem leckeren Frühstück bei meiner Freundin. Dann musste ich erstmal nach Hause. Dort waren häuslichen Pflichten und Tasche packen angesagt. Zur verabredeten Zeit fuhr ich wieder zu ihr hin um sie abzuholen. Gemeinsamen fuhren wir zu einem Arbeitskollegen nach Neuss, hatten dabei Glück, wir bekamen einen Parkplatz direkt vor seiner neuen Wohnung. Ein kurzes Hallo, dann gingen wir kurz in die Stadt um unsere Startnummern für den 25. Internationalen Neusser Sommernachtslauf abzuholen. Als wir zurück kamen war auch der zweite Arbeitskollege da. Machten in der Wohnung von ALA noch ein kleines Sit-In bevor wir uns zum Start begaben.
War Interessant an so einem Lauf teilzunehmen. Der Startschuss fiel, und die Menge bewegte sich erstmal nicht. Dann kam sie so langsam in Wallung und man selbst auch. Vor einem lief eine Menschenmasse und man war ein Teil davon. Man wuselte sich so durch um sei Tempo zu bekommen und nicht auf irgendwelche Leuten aufzulaufen. Nach drei von vier Runden war unsere dreier Gruppe eine zweier Gruppe geworden. Aber MAV rieß sich zusammen, überwand seinen inneren Schweinehund und lief dieses Rennen zuende. In der letzten Runde waren ALA und ich noch Kopf an Kopf. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel zog ALA das Tempo an, ich dachte abwarten der bricht gleich ein, dann schnappe ich ihn mir, aber er wurde nicht langsamer, also musste ich auch Gas geben, aber es war zu spät, ALA hatte einen nicht mehr einholbaren Vorsprung. So siegte ALA von uns Dreien mit einer Zeit von 27:15 Minuten (Platz 465), ich lief eine persönliche Bestzeit 27:27 Minuten Zeit (Platz 476) und MAV schaffte noch eine 29:50 Minuten (Platz 605) Zeit. Gestartet sind übrigens 726 LäuferInnen. Im Ziel gab es im Tausch gegen die Startnummer das Finisher-Präsent. Nach dem Lauf ging es nach McDonalds, später noch nach ALA und dann Heim.
Zu Hause wurde geduscht, sich umgezogen und dann ging es mit Freundin und Frank in den "Schwarzer Adler" zum Adlertanz. Trotz des Laufens hielten wir es wieder bis zum Schluss aus und wurden wieder hinaus gekehrt. Und wie jedes mal landeten wir zum "Frühstück" bei McDonalds. Dort gab es ein großes Hallo, dort trafen wir nämlich noch einige andere Leute aus dem Adler. Nach Speis und Trank ging es Heim.
Der Sonntag glänzte mit Ruhe und Gelassenheit. Eigentlich wollte ich auch ruhig und gelassen von meiner Freundin heimfahren, aber mein Auto meinte nicht anspringen zu müssen. Nach zig versuchen kam ich auf die Idee, den Zündschlüssel abzuziehen, die Zentralverrieglung zu schließen, wieder zu öffnen, den Schlüssel ins Zündschloss stecken und den Wagen zu starten. Und oh Wunder, der Wagen lief. Es war also keine Luftblase im Dieselkreislauf wie ich vermutete, nein, es war nur die blöde Wegfahrsperre die nicht entsperrt hatte. Wieder Daheim, kurz Sachen ausgeräumt, Musik gehört und gebloggt.
Und jetzt zieht es mich schon wieder zu meiner Freundin.





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